Mittwoch, 23.05.2018 20:25 Uhr

Gemeinsame Flüge der NASA und des DLR

Verantwortlicher Autor: Lars Kitschke Ramstein, 29.01.2018, 15:16 Uhr
Presse-Ressort von: Lars Kitschke Bericht 6167x gelesen
Das fliegende Labor der NASA
Das fliegende Labor der NASA  Bild: Lars Kitschke

Ramstein [ENA] Der Flugverkehr wird noch weiter wachsen und mit ihm auch der Einfluß auf die Umwelt und das Klima. Ein gemeinsames Forschungsprojekt von NASA und DLR soll helfen die Auswirkungen von alternativen Kraftstoffen auf das Klima zu erforschen und wichtige Zusammenhänge zu verstehen.

Seit vielen Jahren kritisieren Umweltschützer den Flugverkehr als vermeintlichen Klimakiller, doch eines wird im Gespräch mit den Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt schnell klar, beim Verständnis der Zusammenhänge zwischen Flugverkehr und Klimawandel stehen wir erst am Anfang. Aus diesem Grund haben die amerikanischen Weltraumbehörde NASA und das DLR ihre Ressourcen gebündelt und forschen gemeinsam auf diesem Gebiet. Der Name der Mission ND-MAX/ECLIF (NASA/DLR-Multidisciplinary Airborne eXperiments/Emission and CLimate Impact of alternative Fuel) statt.

Eingebettet ist das Projekt in ein Gesamtforschungsvorhaben zu den Auswirkungen des Fliegens. Bereits 2014 hatte es in den USA entsprechende Forschungsflüge gegeben. Doch das trockene Klima über Kalifornien war nicht optimal für das Vorhaben. Nun können nach mehrjährigen Vorbereitungen von wissenschaftlicher und behördlicher Seite erstmals acht Forschungsflüge über Deutschland stattfinden. Zum Einsatz kommt das deutsche Forschungsflugzeug Airbus A320 ATRA als Versuchsträger und das fliegende Labor des NASA Armstrong Flight Research Centers. Die Flüge starten von der Ramstein Airbase in Westpfalz und führen die Flugzeuge in einen reservierten Luftraum über Mecklenburg-Vorpommern.

Hier folgt die DC-8 dem Airbus in verschiedenen Abständen dem Airbus und sammelt jede Menge Daten aus dem Abgasstrahl der D-ATRA. Gemessen werden die unterschiedlichen Rußemissionen von drei verschiedenen Kraftstoffen. Neben herkömmlichem Kerosin, welches als Referenzgröße dient, sind dies zwei Arten von alternativen Flugbenzinsorten mit unterschiedlich hoher Beimischung von Biokraftstoff. Beide neuartigen Kraftstoffarten mussten vor den Flugversuchen zertifiziert werden und sind für den Flugbetrieb zugelassen. Zwischen den Flügen werden auch immer wieder Bodenversuche mit festinstallierten Bodenmessgeräten in Ramstein durchgeführt. Erste Ergebnisse erhoffen sich die Wissenschaftler in einigen Monaten.

Messensor außen an der DC-8
Die DC-8 in Ramstein
Vorflugkontrolle
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