Montag, 23.07.2018 01:48 Uhr

Erste Ausgabe der Kuwait Aviation Show

Verantwortlicher Autor: Lars Kitschke Kuwait-City, 05.02.2018, 07:50 Uhr
Presse-Ressort von: Lars Kitschke Bericht 6781x gelesen
Saudi Hawks
Saudi Hawks  Bild: Lars Kitschke

Kuwait-City [ENA] Air Shows stehen bei der Industrie und Besuchern stehen hoch im Kurs. Sie sind nicht nur internationaler Handelsplatz , sondern auch Prestigeobjekt für den Veranstalter. Inspiriert von den Veranstaltungen in Dubai und Bahrain, ist nun auch Kuwait mit einer eigenen Show an den Start gegangen.

Mit der größten Show der Region in Dubai, welche alle zwei Jahre auf dem DXB stattfindet, konnte die erste Ausgabe der Kuwait Aviation Show sicher noch nicht mithalten, Doch das Potential sich als Marktplatz der internationalen Luftfahrtbranche zu etablieren hat die Show definitiv. Größter ausländischer Aussteller war das Emirat Katar mit seiner staatlichen Airline Qatar Airways und der Luftwaffe. Im Gegensatz zu anderen arabischen Staaten beteiligt sich Kuwait nicht an der Blockadepolitik gegen das Emirat. Daneben bot die Veranstaltung einen seltenen Einblick in die Militärtechnik der Kuwaitischen Luftwaffe.

Rückgrat der Kuwait Air Force ist noch immer die F-18 Hornet, welche nach dem Golfkrieg in den 1990´er Jahren angeschafft wurden. Diese werden jedoch bald gegen 24 Eurofighter Typhoon, ersetzt, welche bei Alenia in Turin gebaut werden. Daneben nutzt man hauptsächlich britische Muster wie den BAe Hawk und den Shorts Tucano. Mit dem Eintreffen der Eurofighter, werden auch die Hawks der alten Generation gegen Exemplare der modernen Serie 120 ersetzt. Geprägt vom Überfall des Irak vor fast 30 Jahren, bemüht man sich die eigenen Streitkräfte auf einem aktuellen Stand zu halten.

Daneben gab es auch viele Innovationen für die Zukunft zu sehen. Ein Beispiel dafür ist Kuwait Aerospace Technologies. Das Unternehmen gehört Scheich Nasser M. Al-Sabbah, einem Mitglied der königlichen Familie. Man hat sich auf die Entwicklung von unbemannten Flugzeugen spezialisiert. Neben einem bereits vorhandenen Muster, das in der Größe etwa einem ferngesteuerten Modellflieger entspricht, liegt das Hauptaugenmerk auf einer Plattform, die entsprechend dem Missionsprofil angepasst werden kann. Zu einer festen Rumpfsektion gibt es Module mit drei verschiedenen Antrieben und drei verschieden Tragflächenkonfigurationen.

Im Flugprogramm präsentierten sich die die einheimische Luftwaffe und Kuwait Airways, sowie Die Luftwaffen von Saudi Arabien und der Türkei. Getrübt wurde das ganze leider durch einen Sandsturm an den letzten beiden Tagen, was Flugvorführungen leider unmöglich machte. Die Saudi Hawks fliegen ein sehr elegantes Programm welches in weiten Teilen an die Vorführung der Red Arrows erinnert. Die auffällige grün-weiße Lackierung zeigt die Nationalfarben des Königreiches. Der türkische Beitrag bestand aus dem „Solotürk“. Dabei handelt es sich um ein Kunstflugprogramm mit der Lockheed F-16.

Die F-18 Hornet am Boden ....
.... und in der Luft.
Boeing C-17 aus Katar
Die Marchingband der Kuwaitischen Streitkräfte
Eine Extra 300 aus Katar.
Luxus pur in der Gulfstream 650
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